Studie zum Sustainability Value Score

Nachhaltiges Handeln ist mehr als Gutmenschentum. Dass es sich für Unternehmen auch finanziell lohnen kann, belegt eine Studie der Kommunikationsagentur Serviceplan. Demnach liegt der Anteil des Umsatzes, der auf entsprechende Aktivitäten zurückzuführen ist, bei bis zu 13 Prozent.

Um den Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Umsatzzahlen zu beweisen, wurde gemeinsam mit Facit Research der „Sustainability Value Score“ (SVS) entwickelt. Er zeigt auf, inwieweit Nachhaltigkeit positiv auf das Reputationskonto eines Unternehmens einzahlt und deshalb zum Unternehmenskapital gehört.

Die Deutsche Bank sei ein gutes Beispiel dafür, wie Werte durch falsches Handeln vernichtet werden können, sagt Joachim Schöpfer, Gründer und Partner von Serviceplan Corporate Reputation. Das Unternehmen habe Millionenbeträge an Umsätzen und Börsenwert verloren.

Vier deutsche Unternehmen können demnach darauf bauen, dass ihr guter Ruf für mehr als zehn Prozent ihres Umsatzes verantwortlich ist; Hipp führt das Ranking mit 13,2 Prozent an, gefolgt von Frosta (11,6 Prozent), Alete (10,5 Prozent) und Iglo (10,3 Prozent). Mercedes-Benz, ein Kunde der Tiba Managementberatung, belegt den 11. Platz.

Die Studienautoren haben zudem einen „Fahrplan für gutes Nachhaltigkeitsmanagement“ erstellt. Er nennt folgende acht Schritte:

  1. Definition und Personifizierung der Zielgruppe(n).
  2. Identifikation der wirklich relevanten Nachhaltigkeitsthemen aus Zielgruppensicht. Fundierte Analysen zu Status quo und Potenzial.
  3. Hinterlegung mit Substanz in Bezug auf: Was? Wie? Weshalb? Hinterlegung mit konkreten und nachvollziehbaren Argumentationsketten.
  4. Herausarbeitung von Nachhaltigkeit als differenzierender Wettbewerbsfaktor im Rahmen der Unternehmensstrategie.
  5. Prüfung auf Glaubwürdigkeit und Differenzierungspotenzial.
  6. Übersetzung der Argumentationsketten in konkrete Kommunikationsmaßnahmen und verhaltensbezogene Guidelines mit Tool-Unterstützung (Workflow).
  7. Identifikation der individuell richtigen Kanäle mit Akzeptanz der Botschaft, glaubwürdiger Wirkung und hoher Verbreitung in der definierten Zielgruppe.
  8. Messung des Beitrags zum Unternehmenserfolg.

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